Transparenz

Datenquellen von Wetter Graubünden: So entsteht die Prognose

Eine Wetterzahl ist nur dann nützlich, wenn klar ist, woher sie kommt und was sie nicht leisten kann.

Automatische alpine Wetterstation mit Windmesser, Niederschlagsbehälter und Strahlungsschutz auf (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild

Prognosedaten

Die Ortsseiten laden Prognosedaten über die Open-Meteo-Schnittstelle. Angezeigt werden die vom Dienst gelieferten Werte für Temperatur, gefühlte Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und tägliche Temperaturspannen. Die Daten werden beim Seitenaufruf geladen; scheitert die Verbindung, zeigt die Website keine alten Ersatzwerte an.

Open-Meteo-Dokumentation öffnen

Warnungen

Amtliche Wetter- und Naturgefahrenwarnungen stammen von MeteoSchweiz. Wetter Graubünden kopiert keine Warnstufen in eine eigene Darstellung. Der direkte Link zur offiziellen Karte vermeidet veraltete Zwischenstände.

Verantwortung beim Planen

Modellprognosen bleiben unsicher, besonders bei lokalen Schauern, Gewittern und komplexem Gelände. Nutze die angezeigten Werte als Orientierung und prüfe vor Aktivitäten die offiziellen Berichte sowie Hinweise der lokalen Betreiber und Behörden.

Was auf dem Bildschirm berechnet wird

Die Website formatiert die Antwort der Schnittstelle, rundet Temperaturen und Windgeschwindigkeit für eine schnelle Übersicht und übersetzt den numerischen Wettercode in eine kurze deutsche Beschreibung. Sie verändert nicht die meteorologische Berechnung hinter diesen Werten.

Für jeden Ort sind feste Koordinaten im Quellcode hinterlegt. Das vermeidet eine Standortabfrage im Browser und macht nachvollziehbar, welcher Punkt gemeint ist. Eine Ortsseite ist deshalb kein flächendeckendes Messnetz für das gesamte Tal.

Wettercode und kurze Beschreibung

Die Schnittstelle liefert für den aktuellen Zustand einen numerischen Wettercode. Wetter Graubünden ordnet diesem Code eine kurze deutsche Bezeichnung wie „klar“, „bedeckt“, „Regen“ oder „Schneefall“ zu. Diese Zusammenfassung kann keine Wolkenhöhe, Sichtweite oder zeitliche Staffelung ausdrücken.

Die Temperatur wird auf ganze Grad gerundet, die aktuelle Niederschlagsmenge mit einer Nachkommastelle ausgegeben. Diese Formatierung verbessert die Lesbarkeit, erhöht aber nicht die Genauigkeit des zugrunde liegenden Modells.

Feste Orte statt Geräteortung

Die Auswahl Chur, Davos, Arosa, Lenzerheide, Flims und Laax, Scuol, Samnaun, St. Moritz und Engadin ist im Projekt hinterlegt. Der Browser fragt keine GPS-Daten ab. Beim Wechsel auf eine andere Ortsseite wird lediglich ein anderer festgelegter Koordinatenpunkt an die Prognoseschnittstelle geschickt.

Diese Entscheidung hat eine praktische Grenze: Wer sich zwischen zwei Orten oder weit oberhalb des Ortszentrums befindet, muss die Anzeige als Näherung lesen. Ein Vergleich benachbarter Seiten kann helfen, ersetzt aber keine speziell auf die Route zugeschnittene Vorhersage.

Zeit und Zeitzone

Die Anfrage verwendet die Zeitzone Europe/Zurich. Tagesgrenzen und Aktualisierungszeiten werden dadurch passend zur Schweiz ausgegeben. Die im Browser sichtbare Uhrzeit gehört zum gelieferten Modellstand und nicht zu einer Messstation im Ortszentrum.

Wie oft ein Modell neu rechnet

Numerische Wettermodelle laufen nicht einmal täglich, sondern in festen Zyklen von wenigen Stunden. Ein neuer Modelllauf verarbeitet aktuelle Messungen von Wetterstationen, Ballonsonden und Satelliten neu und schreibt die Prognose für die kommenden Tage fort. Open-Meteo bündelt mehrere solcher öffentlichen Modellquellen und liefert bei jedem Seitenaufruf den zu diesem Zeitpunkt aktuellsten verfügbaren Stand aus. Das erklärt, warum sich ein Wert zwischen zwei Besuchen derselben Ortsseite ändern kann, ohne dass ein Fehler vorliegt.

Warum ein Live-Abruf im Browser praktikabel ist

Ein Datenabruf bei jedem Seitenaufruf setzt eine verlässliche Internetverbindung voraus. Für die Schweiz ist das eine realistische Grundannahme: Das Land zählt mit einer Internetdurchdringung von rund 99 % der Bevölkerung zu den am dichtesten vernetzten Ländern Europas (Quelle: DataReportal, 2025). Diese hohe Abdeckung ist einer der Gründe, warum Wetter Graubünden bewusst auf einen Live-Abruf statt auf einen serverseitigen Zwischenspeicher setzt: Der Regelfall ist eine funktionierende Verbindung, und Ausnahmen zeigt die Wettertafel als Fehlermeldung an, statt einen veralteten Wert zu verstecken.

Auflösung des Modellrasters

Ein Wettermodell rechnet nicht für jeden Punkt einzeln, sondern für ein Raster aus Gitterpunkten. Zwischen zwei benachbarten Punkten interpoliert das Modell den Wert; in stark gegliedertem Gelände wie einem engen Seitental kann der nächstgelegene Gitterpunkt spürbar abweichen. Diese Grenze gehört zur Natur eines numerischen Modells und lässt sich durch eine feinere Anzeige auf der Website nicht auflösen.

Historische Sitemap-Technik

Die frühere Website lief auf WordPress. Ihre Sitemap nannte das Google Sitemap Generator Plugin von Arne Brachhold, das offene Format auf sitemaps.org und eine damalige list of sitemap programs.

Die überlieferten technischen Hinweise führen ausserdem zum Google (XML) Sitemaps Generator Plugin for WordPress, erneut zu Arne Brachhold, zur plugin FAQ und zum damaligen support forum. Die aktuelle statische Sitemap wird ohne dieses Plugin ausgeliefert.

Kurz erklärt

Fragen zu den Wetterdaten

01

Speichert Wetter Graubünden meinen Standort?

Nein. Die Ortsseiten verwenden fest hinterlegte Koordinaten für die ausgewählten Orte. Der Browser fragt nicht nach dem Gerätestandort und sendet keine GPS-Position an diese Website.

02

Werden alte Werte angezeigt, wenn die Schnittstelle ausfällt?

Nein. Kann die aktuelle Antwort nicht geladen werden, meldet die Wettertafel den Fehler. Ein gespeicherter Wert wird nicht stillschweigend als aktuelle Beobachtung ausgegeben.

03

Ist Open-Meteo eine amtliche Warnquelle?

Nein. Open-Meteo liefert die Wetterwerte der Ortsseiten. Für amtliche Warnungen verweist Wetter Graubünden auf die Gefahrenkarte von MeteoSchweiz.

04

Warum stimmen zwei Wetterdienste nicht immer überein?

Dienste können unterschiedliche Modelle, Modellläufe, Rasterpunkte und Darstellungen verwenden. Kleine Abweichungen sind normal. Bei sicherheitsrelevanten Fragen sollten die amtlichen Informationen und lokale Hinweise Vorrang haben.